Nachlese KUSO 09

Mir ist so wunderbar

Zwei Jubiläen – ein Konzert. Unter diesem Motto wurden am Freitag Abend im Barockgarten des Stiftes alle Mitglieder sowie die Förderer und Sponsoren der beiden Institutionen von Stiftsadministrator P. Maximilian, dem künstlerischen Leiter des KUSO Siegi Hoffmann und dem Präsidenten der CLG Franz Bachhiesl zu einem gemeinsamen Empfang willkommen geheißen. Das Carinthia Saxophonquartett untermalte dabei beschwingt den Smalltalk.

Es waren gleich mehrere Gründe, die das anschließende Jubiläumskonzert der beiden bedeutendsten Kulturinstitutionen des Lavanttales in der Stiftskirche zu einem großen Erfolg machten. Der St. Pauler Kultursommer, der seit 40 Jahren besteht und die Christine Lavant Gesellschaft, gegründet vor 25 Jahren, haben ihre Möglichkeiten synergetisch genutzt und mit Monica Theiss-Eröd, Bea Robein, Alexander Kaimbacher, Adrian Eröd und dem Pianisten Meinhard Prinz – außer der Calamus Harmonie – KünstlerInnen engagiert, die ihre ersten künstlerischen Auftritte hier hatten, aus dem Lavanttal stammen, oder einen besonderen Bezug dazu haben. Alle haben längst reiche künstlerische Erfahrung und sind inzwischen international erfolgreich. Zu diesem künstlerischen „Familientreffen“ gehört vor allem auch der in St. Paul geborene Komponist Gerhard Prinz, dessen Vertonungen von vier Lavant-Gedichten zu hören waren. Lavant-Texte haben auch den vor 10 Jahren verstorbenen St. Pauler Komponisten Hubert Steppan zu Vertonungen animiert. Beide Komponisten haben dafür eine freitonale, expressionistische Interpretation für Singstimme und Klavier gewählt. Eingerahmt wurden diese Kompositionen von gerne gehörten Werken der klassischen und romantischen Musikliteratur. Das Quartett „Vater, in deine Hände“ aus Haydn’s „Die sieben letzten Worte…“ eröffnete sehr berührend das Konzert. Ebenso von der Calamus-Harmonie wunderbar begleitet waren noch Opernduette von W.A. Mozart sowie das Benedictus aus der Krönungsmesse zu hören. Unwiderstehlich wirkten natürlich die Interpretationen des bekannten Duetts aus „Die Perlenfischer“ von G. Bizet für Tenor und Bariton sowie das Blumenduett aus „Lakme“ von L. Delibes für Sopran und Mezzosopran. „Mir ist so wunderbar“ – so werden sich sicher viele Konzertbesucher (unter ihnen LH Peter Kaiser und die Bürgermeister Hermann Primus, Peter Stauber und Hans Peter Schlagholz) gefühlt haben, als dieses Quartett aus L. van Beethovens „Fidelio“ diesen besonderen Abend beschloss. RG

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