KUSO 10

CURIÖS!  

Concilium musicum Wien Musikalische Raritäten mit Geißbock, Viola d’amore und Maultrommel

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Ein „curiöser“ Abend

 

J.G. Albrechtsberger oder G.W. Weißmann zählen mit J. Haydn zu jenem musikalischen Umfeld, in das auch Mozart hineingeboren wurde – und sie sorgten mit ausgefallenen Instrumentenkombinationen für Abwechslung. Dieser Musik hat sich das „Concilium musicum Wien“ – gegründet von Paul Angerer – seit 1982 verschrieben, das auf Originalinstrumenten des 18. Jahrhunderts musiziert. Unter dem Titel „Curiös!“ ließ das Ensemble mit Violine, 
Viola d’amore, Violoncello, Cembalo, Geißbock und Maultrommel jene musikalische Welt wiedererstehen, in der auch Volksinstrumente zu solistischen Ehren kamen. Der Reiz der vom derzeitigen Leiter Christoph Angerer gespielten 7-saitigen Viola d’amore liegt im weichen Klang, der auch auf dem Mitschwingen der Resonanzsaiten beruht und in der Stimmung, die das akkordische Spiel begünstigt, woraus sich eine reizvolle, feine Musik entwickelt. Ist das Charakteristikum beim Geißbock die bordungebundene Melodie, so ist bei der Maultrommel das Spiel mit den Obertönen und dem artistischen Wechsel der Instrumente die Herausforderung. Albin Paulus beherrscht beide Instrumente vollendet. Mit der Akustik des neu renovierten Konviktsaals kam diese Musik wunderbar zur Geltung und es gab begeisterten Applaus.

Robert Gritsch