KUSO 12

SOLISTEN ALS KOMPONISTEN  JAZZTRIO & ORCHESTER

Orchester: CAMERATA SINFONICA AUSTRIA

Klaus Paier, Akkordeon, Bandoneon

Asja Valcic, Cello 

Gerald Preinfalk, Sopransax., Klarinette, Bassklarinette

1/11

Eine Sternstunde des KUSO

 Wenn drei SolistInnen von internationalem Format zusammen musizieren, ist der Erfolg ziemlich sicher. Was aber Asja Valcic (Violoncello), Klaus Paier (Akkordeon/Bandoneon) und Gerald Preinfalk (Klarinette/Saxophon) am Mittwoch in der Stiftskirche mit der Camerata Sinfonica Austria boten, hat alle Erwartungen übertroffen. Schon solistisch sind sie in ihren Genres kaum in den Schatten zu stellen. Diesmal aber haben alle drei auch als Komponisten/Komponistin das Programm selbst entworfen. Während Klaus Paiers „Premier Suite“ für Akkordeon und Orchester die Herkunft vom Tango nicht verleugnen kann, wirkt Asja Valcics „Gaia‘s Prayer & Runaway“ wie eine Befreiung, die ganz in der emotionalen Melodie und im polyphonen Geflecht oder im heftigen rhythmischen Streit mit dem Orchester aufgeht. An heftiger Auseinandersetzung aber auch lyrischer Feinheit mangelt es auch Gerald Preinfalks „Little bitter sweet Symphony“ für Altsaxophon und Orchester nicht. Sehr berührend interpretierte Paier seine Komposition „Awaken from Dreams“ für Bandoneon und Streichorchester, mit der er das Publikum ganz in den Bann dieses feinen Instruments zog. Einen gewichtigen Teil zum Gelingen dieses Konzerts steuerte die Camerata Sinfonica Austria unter dem aus Dravograd stammenden Dirigenten Davorin Mori bei, der das junge Orchester präzise und sicher durch die anspruchsvollen Partituren führte. Unvergesslich (!) aber bleibt die Schlussnummer: Anlässlich des 100. Geburtstags von Astor Piazzolla beendete dessen „Oblivion“ für Streicher und 3 Solisten das Konzert so ergreifend, dass man am liebsten nicht mehr applaudiert hätte, um die Stimmung nicht zu zerstören.                                                                               Robert Gritsch