KUSO 14

SWEET  SUITE

Christoph Stradner, Violoncello

Janez Gregoric, Gitarre

1/11

Neue Wege mit Gitarre und Cello

Mit einer nicht alltäglichen Kombination überraschte das vorletzte Konzert des Kultursommers: Janez Gregoric mit seiner 7-saitigen Gitarre konzertierte mit dem Solocellisten der Wiener Symphoniker, Christoph Stradner im Festsaal des Konvikts. Nach der einleitenden English Suite für Gitarre von John W. Duarte folgte die herausfordernde Sonate „Arpeggione“ von Franz Schubert in einem Arrangement für Gitarre und Violoncello, die zwar auch mit einfachen Melodien spielt, harmonisch aber eine große Bandbreite an Stimmungen darstellt. Ch. Stradner konnte hier sein Stradivari-Cello voll als wunderbares Melodieinstrument ausspielen. Das Kontrastprogramm folgte nach der Pause mit Ernst Kreneks Suite für Violoncello solo aus 1939. Das überzeugend interpretierte Werk überlies die Zuhörer ihrer eigenen Phantasie im freitonalen Raum. In Manuel de Fallas Suite Popular Espanola schließlich wurde das Cello wieder zur Singstimme, die die liedartigen Themen sehr emotional interpretierte. Wenn auch die akustische Ausgewogenheit zwischen Gitarre und Cello naturgemäß nicht immer ideal war, hat doch die Verbindung der beiden Instrumente und ihrer Meister ein außergewöhnliches Konzerterlebnis beschert.

Robert Gritsch